Wenn Hochzeitsfotos ins Wasser fallen

Der Hochzeitstag ist seit Langem geplant und dann REGNET ES DEN GANZEN TAG… Manchmal macht das Wetter was es will und über diese höheren Gewalten haben wir einfach keinen Einfluss. Was also tun, wenn es keine alternative, trockene Variante für das Brautpaarshooting gibt?

Vor dieser Frage stand ich mit Stella und Clemens, eines meiner Brautpaare des vergangenen Sommers. An der gewählten Location für die standesamtliche Trauung in der Villa Teresa Coswig sollte im Anschluss der angrenzende Park als Fotospot für Gruppenbilder und das Brautpaarshooting dienen.

Bereits während der Trauung zog der Himmel mehr und mehr zu. Es begann immer stärker zu regnen und ein Ende war nicht in Sicht. Kein Zeitfenster, wo es kurz aufklaren würde. Einfach nur ein verregneter Tag.


Die Fotos wollten wir aber nicht ausfallen lassen. Dieser Tag samt der Gäste würde sich schließlich nicht rekonstruieren lassen.

Glücklicherweise waren alle Gäste an diesem Tag auf das Wetter vorbereitet und hatten genügend Regenschirme dabei. Damit ausgestattet gingen wir schließlich nach draußen als der Regen etwas schwächer wurde. Ich platzierte alle auf der Treppe für das große Gruppenbild und dann hieß es "Auf Kommando klappen alle schnell ihre Schirme zusammen und verstecken sie!".

Die Methode funktionierte und somit hatte ich das Gruppenbild schnell im Kasten.

Für die kleinen Gruppenbilder suchten wir Schutz unter einem der Bäume, die die Tropfen zumindest abdämpften. Doch viel Zeit blieb nicht, damit das Brautpaar nicht schon vor ihrem großen Shooting komplett durchnässt war.


Dann war Die Zeit gekommen für ihr Brautpaarshooting. Ich wollte meinem Brautpaar am Ende des Tages trotz limitierter Möglichkeiten eine angemessene Auswahl an unterschiedlichen Motiven anbieten können. Kreativität und schnelle Entscheidungen waren gefragt. Gleichzeitig sollte das Wetter nicht die Stimmung runter ziehen. Zum Glück blieben auch Stella und Clemens entspannt, denn sie konnten das Wetter ja nicht ändern und mussten mir einfach vertrauen.

Wir bewegten uns so gut es ging unter Blätterdächern und ich versuchte jede halbwegs trockene Variante zu nutzen, die ich in dem Park finden konnte. Netterweise blieb der Trauzeuge vor Ort und hielt in den kleinen Pausen einen Regenschirm für das Paar. Dennoch waren wir alle am Ende komplett durchnässt.

Wenn ich aber die Ergebnisse sehe, finde ich, dass es sich gelohnt hat, dem Wetter zu trotzen und das Beste aus der Situation zu machen.


Was lernen wir also daraus?

Das Wetter können wir nicht beeinflussen, aber unseren Umgang damit. Manchmal muss man sich den Umständen anpassen, gelassen an die Sache ran gehen und wird schließlich mit wundervollen Ergebnissen belohnt.



Ich wünsche den Beiden nur das Beste auf ihrem weiteren Weg und ganz viel Sonnenschein für ihre Ehe! ;)




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